Zeitungsberichte über das Festival

 

Hier können Sie sich einige Zeitungsartikel über das Festival 2015 anschauen!

(Bitte dazu einfach den einzelnen Artikel aufrufen und auf die Links klicken. Die Artikel liegen im PDF-Format vor.)

 

Zeitungsbericht OZ 23. September 2015

Zeitungsbericht Warnow Kurier 23. September 2015

Zeitungsbericht NNN 22. Spetember 2015

Zeitunsgbericht OZ 22. September 2015

Zeitungsbericht NNN 21. September 2015

Zeitungsbericht OZ 17. September 2015

Zeitungsbericht Ostsee-Anzeiger 16. September 2015

Zeitungsbericht OZ 01. Juli 2015

Internetbeitrag auf NDR.de

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es eine gute Sache ist

Expertin Prof. Katja Koch plädiert für Inklusion

Interview zwischen Prof. Katja Koch und Renate Heusch-Lahl

Renate Heusch-Lahl: Inklusion ist derzeit in aller Munde. Was bedeutet es für Sie?

Katja Koch: Seit Jahrzehnten ist es uns Sonderpädagogen ein Anliegen, behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam zu beschulen. Mit der UN-Konvention 2008 gab es damit politische Unterstützung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern ist schrittweise dabei, die fachlichen Empfehlungen der Expertenkommission aus dem Jahre 2012 umzusetzen.

Renate Heusch-Lahl: Welches sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Bausteine einer Inklusion?

Katja Koch: Kinder sollen grundsätzlich gemeinsam beschult werden. Wenn wir das klassische Schulsystem Förderschule hier und Regelschule da überwinden, verbessern wir die Durchlässigkeit. Davon profitieren alle Schüler.

Auch der vorschulische Bereich muss durch Präventionsmaßnahmen in den Kindertagesstätten verbessert werden. Es darf nicht sein, dass erst in der Schule bestimmte Schwierigkeiten erkannt werden.

Die Fort- und Weiterbildung des Lehrpersonals wird durch die Universitäten verbessert.

Zudem sollte der Zuschuss für Inklusion nicht an ein betroffenes Kind gebunden werden, sondern jede Schule sollte einen bestimmten Fördersatz bekommen. So schaffen wir mehr Planungssicherheit und Gestaltungsspielraum für die Schulen.

Renate Heusch-Lahl: Gibt es schon Umsetzungen in die Praxis?

Katja Koch: Ein positives Beispiel ist die Grundschule am Michaelshof in Rostock, die sich vor zwei Jahren für Nichtbehinderte geöffnet hat. Das läuft wie ein Länderspiel. Es gibt keinen Grund zur Annahme, dass die Leistungen der Kinder geringer sind als an anderen Schulen.

Renate Heusch-Lahl: Warum ist Kunst wichtig in der Inklusion?

Katja Koch: Mit Kunst, Theater und Musik ermöglichen wir einen emotionalen Zugang zur Inklusion. Damit wird neuer Fantasieraum geschaffen, der eine andere Facette des Menschseins zeichnet. Ich selbst bin zutiefst davon überzeugt, dass Inklusion eine gute Sache ist.

Katja Koch ist Professorin und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Sonderpädagogische Entwicklungsförderung und Rehabilitation an der Universität Rostock. Die 45-Jährige war Leiterin der Expertenkommission zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Mecklenburg-Vorpommern und Inklusionsbeauftragte des Ministers Mathias Brodkorb.